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Welche Arten von Ladestationen gibt es?

Man unterscheidet generell zwischen zwei Ladearten: AC-Ladestationen (Wechselstrom) und DC-Ladestationen (Gleichstrom). AC-Ladestationen ermöglichen Ladeleistungen zwischen 3,7 und 44 kW. Der Wechselstrom wird hier im Elektrofahrzeug anhand eines Gleichrichters in Gleichstrom umgewandelt, da die Batterie mit Gleichstrom geladen wird. Bei DC-Ladestationen wird der Strom bereits innerhalb der Ladestation in Gleichstrom umgewandelt. Hier sind Ladeleistungen bis 350 kW möglich. Deshalb sind diese Ladestationen auch kostenintensiver. DC-Ladestationen sind überwiegend an Autobahnraststätten zu finden, da dort ein schneller Ladevorgang benötigt wird. Im städtischen Bereich hat sich eher die AC-Ladestation etabliert.

Wie lange dauert das Laden?

Die Ladedauer hängt von zwei Kriterien ab: Von der Ladeleistung der Ladestation und von der Aufnahmeleistung des Elektrofahrzeuges. Das ist auch davon abhängig, ob einphasig oder dreiphasig geladen werden kann. Die Top 3 Elektroautos in Deutschland besitzen beispielsweise eine durchschnittliche Kapazität von 40 kWh. Die Ladung der Batterie mit einer Kapazität von 40 kWh kann demnach zwischen 2 und 19 Stunden dauern.

Ladezeit = Batteriekapazität / Ladeleistung

Beispiel: 3,6 h = 40 kWh / 11 kW


Zur Übersicht der Ladezeiten

Wie weit komme ich mit meinem vollgeladenen Elektrofahrzeug?

Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs hängt von der Batteriegröße des Fahrzeugs ab. Heutige Modelle besitzen eine Reichweite von bis zu 600 km. In der Realität reduziert sich jedoch die Reichweite durch das individuelle Fahrverhalten und den Einsatz von Klimaanlage, Heizung und anderen Anwendungen im Elektrofahrzeug. 

Kann der Stecker während eines Ladevorgangs herausgezogen werden?

Nein, aus Sicherheitsgründen ist vorgeschrieben, dass während des Ladevorgangs der Stecker sowohl innerhalb der Ladesteckdose bei der Ladestation, als auch auf Fahrzeugseite verriegelt werden muss. Im Falle eines Stromausfalls wird die Verriegelung des Steckers gelöst und dieser kann anschließend problemlos aus der Ladesteckdose entnommen werden.

Wie starte ich einen Ladevorgang?

Das Fahrzeug muss zunächst an die Ladestation angeschlossen werden. Wenn die Einstellung bei der Ladestation nicht auf freies Laden festgelegt wurde, muss man sich mit einer RFID-Karte am entsprechenden Leser oder per App autorisieren, um den Ladevorgang zu starten. Bei manchen Backendanbietern gibt es die Möglichkeit, sich per SMS zu autorisieren.

Kann ich mein Auto auch im Ausland laden?

Ja, ein barrierefreies Laden im Ausland ist über das sogenannte Roaming möglich. Genauso können Fahrer eines Elektroautos aus dem Ausland auch an Ladestationen des Ladeverbunds+ ihr Fahrzeug laden.

Ist jedes Elektroauto mit einem Ladekabel ausgestattet?

Das Ladekabel ist in den meisten Fällen kein Bestandteil der Basisausstattung. Es wird als Zubehör angeboten und muss zusätzlich erworben werden.

Darf ein Elektrofahrzeug an einer SCHUKO-Steckdose geladen werden?

Das Laden an einer SCHUKO-Steckdose ist aus zwei Gründen ausdrücklich nicht zu empfehlen: Der Ladevorgang wird aufgrund der geringen Leistung mehrere Stunden dauern. Die übertragene Leistung ist im Verhältnis zu anderen Verbrauchern im Haus zudem sehr hoch. Eine SCHUKO-Steckdose ist für so eine langwierige Dauerbelastung NICHT ausgelegt! Es kommt zu einer starken Wärmeentwicklung und im Extremfall sogar zum Schmelzen der SCHUKO-Steckdose.

Welcher Steckertyp wird für das Laden an Ladestationen benötigt?

Laut dem Gesetzesentwurf des EU-Parlaments gilt seit April 2014 der Typ 2 als europäischer Standard der Ladeinfrastruktur. Es gibt jedoch Adapter-Ladekabel, die eine mit Typ 2 Dose ausgestattete Ladestation auch mit einem Fahrzeug mit Typ 1 verbinden können.

Kann ich den Ladestrom auch individuell einstellen?

Ja, mit Hilfe einer Software kann der Ladestrom durch eine qualifizierte und kompetente Elektrofachkraft an den verfügbaren Strom angepasst werden.

Was passiert, wenn die Ladestation während des Ladevorgangs überhitzt oder überlastet?

Ladestationen besitzen eine integrierte Temperaturüberwachung, welche die Ladestation vor Überhitzung schützt. Der Ladestrom wird hierbei automatisch auf ein sicheres Niveau begrenzt. Ein elektronischer Überstromschutz schützt zudem ebenso das Ladekabel vor einer Überlastung.

Welches Backend unterstützt meine Ladesäule?

Jeder Hardwarehersteller kann verschiedene Backendbetreiber anbieten, die mit seinen Ladestationen kompatibel sind. Viele Hersteller bieten die Möglichkeit der freien Wahl eines Backends.

Welche Kommunikationsarten gibt es zwischen Ladepunkt und Backend?

Für die Kommunikation mit dem Backend gibt es mehrere Optionen. Die Kommunikation mit dem Backend kann einerseits mit Hilfe von LTE über eine SIM-Karte des Backendbetreibers erfolgen. Andererseits kann über die Integration eines bestehenden LAN mit dem Backen kommuniziert werden. Einige Hersteller bieten beispielsweise auch die Möglichkeit zur Kommunikation über Wireless LAN.

Was ist ein Master-Slave-System?

Bei einer Master-Slave-Konfiguration sind mehrere Ladepunkte in Reihe geschaltet. Eine Ladestation agiert dabei als Master. In Master-Ladestationen ist der Kommunikationscontroller zur Steuerung aller Ladepunkte integriert. Der Master steuert also die Funktionen der anderen Stationen/Boxen. Er ist verantwortlich für die Abrechnung, Ladeleistung usw. So benötigt man nicht in jeder einzelnen Station die aufwendige Technik. Zusätzlich läuft über den Controller die Anbindung an das Backend. Innerhalb des Systems kann mit einem vorgegebenen Maximalstrom Lastmanagement betrieben werden, sodass ein Überschreiten des Maximalstroms verhindert wird. Optional kann der Verbrauch eines gesamten Gebäudes gemessen und somit die Ladeinfrastruktur angepasst werden.

Wie groß muss die Zuleitung an einer Ladestation ausgelegt sein?

Die Größe der Zuleitung ist abhängig vom maximalen Ladestrom der Ladestation und von der Länge der Zuleitung. Die Auslegung der Zuleitung muss von einem Elektrofachmann durchgeführt werden.

Warum gibt es an öffentlichen Ladestationen auch einen Tarif für 0 kW?

Wenn ein Ladevorgang an einer kostenpflichtigen Ladesäule beendet ist, fließt natürlich kein Strom mehr. In diesem Fall kann allerdings eine Parkgebühr verlangt werden, da anderen Elektrofahrzeugen in dieser Zeit die Möglichkeit verwehrt bleibt, an dieser Ladesäule zu laden. Das ist aber kein Muss und nicht an jeder öffentlichen Ladestation der Fall.